Stadt Leipzig wächst zu historischer Größe - Wohnungsmarkt zunehmend angespannt.

(kommentierte Auszüge aus dem Monitoringbericht Wohnen der Stadt Leipzig von März 2017)

 

Der Leipziger Wohnungsmarkt entwickelt sich seit einigen Jahren sehr dynamisch. In den fünf Jahren von 2011 bis Ende 2016 stieg die Einwohnerzahl der Stadt Leipzig um knapp 62.000 Personen auf rund 580.000. Zwar überwiegen die Wanderungsgewinne, aber in den letzten drei Jahren stieg auch der Geburtenüberschuß deutlich an. Bei stark sinkendem Leerstand stieg die Einwohnerzahl in allen Bereichen der Stadt; am stärksten jedoch in den Vierteln, die durch eine hohe Sanierungstätigkeit bei denkmalgeschützten Häusern und durch Neubautätigkeit geprägt waren. Dies wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Denn wer neu nach Leipzig zieht, der sucht eher gehobenen Wohnraum mit guter bis sehr guter Ausstattung. Diesen Ansprüchen werden aber nur frisch sanierte denkmalgeschütze Wohnhäuser und Neubauten gerecht.

 

 

Bevölkerungsentwicklung der Stadt Leipzig bis Ende 2016 und Prognose-Szenarien bis zum Jahr 2030 - die früheren Prognosen wurden bis heute weit übertroffen. Die Stadtplaner wurden schlicht überrascht.
Bevölkerungsprognose Leipzig - Denkmalgeschützter Wohnraum reicht nicht aus.

Zu sanierender denkmalgeschützter Wohnraum wird knapp. Viele Neubauten sind nötig für die wachsende Leipziger Bevölkerung.

Ausgehend von der Bevölkerungsprognose stellt sich die Frage: "Wo sollen die vielen Zuzügler wohnen?" Der Leerstand in Leipzig geht seit Jahren deutlich zurück. Dabei unterscheidet man in aktiven, also bewohnbaren, und inaktiven Leerstand. Der aktive Leerstand ist im Falle von Wohnungswechseln zum Teil kurzzeit nicht vermietet oder aber entspricht nicht den gestiegenen Anforderungen der neuen Mieter. Der inaktive Leerstand ist in einem unbewohnbaren Zustand und wartet auf eine meist denkmalgerechte Sanierung oder stammt noch zu großen Teilen aus dem ehemaligen DDR-Wohnungsbau (sogenannter Plattenbau).

Die Tabelle zeigt eindrucksvoll, dass der immense Bedarf an Wohnraum nur durch intensiven Neubau zu decken ist. Damit ist aber auch klar, dass das steuerlich interessante Feld der Denkmalab-schreibung in wenigen Jahren abgeerntet ist. Denn die Liste der denkmalgeschützten Häuser ist endlich.

denkmalsanierte Wohnungen werden Mangelware - wer die Denkmalabschreibung noch steuerlich nutzen möchte, muß sich ranhalten.

Mietentwicklung ist natürliche Folge des angespannten Leipziger Wohnungsmarktes.

Denkmalsanierung und Wohnungsneubau kommen der Nachfrage nicht hinterher. Folglich steigen die Mieten.
 
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